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Medizinische und wissenschaftliche Informationen

Lymphkreislauf

1 Lesezeit-Minuten

Das lymphatische System gliedert sich in die Lymphknoten und das Lymphgefäßsystem und besorgt im Organismus durch den Austausch und den Transport der Lymphflüssigkeit die Abwehrfunktion. Die Lymphflüssigkeit stellt ein wirksames System dar, womit der Organismus Flüssigkeit und überschüssiges Material in den peripheren Bereichen einsammelt und es zu den Entgiftungsorganen (Leber, Nieren, Lungen, Lymphknoten) befördert.
Zum lymphatischen System gehört auch der Brustlymphgang, der in der Nähe der Lendenregion der Wirbelsäule beginnt. Er sammelt Lymphe aus den unteren Gliedmaßen, aus dem Becken, dem Bauch und dem unteren Teil des Brustkorbs.

Das Lymphödem
Unter den Anomalien des Lymphsystems ist das Lymphödem eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Zwischenzellraum, d.h. ein Defekt des Lymphgefäßes und eine gestörte Lymphbildung. Daher kommt es zu einem Rückstau von Wasser und Eiweiß. Dies geschieht vor allem in den oberen und unteren Gliedmaßen, normalerweise nur in einem der beiden, kann aber auch den Genitalbereich betreffen. Das Lymphödem muss von anderen Ödemen unterschieden werden, vor allem bei Ödemen an den Beinen, die von anderen Ursachen herrühren können, wie Venen-, Herz- und Nierenerkrankungen.
Das primäre Lymphödem ist angeboren, während das sekundäre Lymphödem durch einen chirurgischen Eingriff, eine Tumorerkrankung, eine Entzündung, eine Strahlentherapie oder durch Knochen- und Gelenkerkrankungen in fortgeschrittenem Stadium verursacht wird.

Symptome des Lymphödens
STADIUM I: gelegentliche Krämpfe, vor allem über Nacht, Kribbeln, manchmal Juckreiz. Kann mit anderen Pathologien verwechselt werden.
STADIUM II: Schweregefühl, Krämpfe, Juckreiz. Beschwerden werden anhaltender, vor allem am Abend
STADIUM III: Schweregefühl, starkes Kribbeln, anhaltende Krämpfe, starker Juckreiz, gespannte Haut.

Behandlung des Lymphödems
Vorbeugung und frühzeitige Behandlung sind besonders wichtig. Mit der Vorbeugung kann man beginnen, wenn man durch einen Besuch beim Arzt vom Problem erfährt und die ärztlichen Verhaltensregeln befolgt. Die frühzeitige Therapie stützt sich auf personalisierte Programme für Physiotherapie und manuelle Lymphdrainage, die von Fachkräften auszuführen sind.
Das Lymphödem ist eine Krankheit, von der man nicht genesen kann. Es ist jedoch möglich, sie zu überwachen: Nach einer "Angriffs"-Therapie kann man das Lymphödem unter Kontrolle halten, indem man eine elastische Armbandage oder einen Kompressionsstrumpf verwendet und weiterhin die vom Arzt empfohlenen korrekten Verhaltensregeln beachtet.

GLOSSAR des Lymphgefässsystems

LYMPHGEFÄSSE: sind sehr feine Gefäße, durch welche die Lymphe fließt. Der Druck der umliegenden Organe begünstigt den Lymphfluss.

KATABOLITE: vom Körper produzierte Abfallstoffe, Überreste des Abbaus von Eiweiß und Aminosäuren.

DYSPLASIE (angeborene Dysplasie des Lymphsystems): atypische Zellentwicklung eines Organs oder eines Gewebes, normalerweise ein Verlust der Kontrollmechanismen, mit Austausch der reifen Zellen durch unreife Zellen.

ÖDEM: außergewöhnliche Flüssigkeitsansammlung im Zwischengewebe, in den Zwischenzellräumen, in den Zellen.

FIBROSKLEROTISCHES LYMPHÖDEM: starre Gliedmaßen mit verhärteter Unterhaut und trophischen Störungen (Elephantiasis mit sklerotischen Verhärtungen und lymphstatischer Warzenbildung).

FIBROMATOSE: Überbegriff für zahlreiche Bindegewebeläsionen, bestehend aus einer Wucherung von Fibroblasten (d.h. von Zellen des Bindegewebes), die in jedem Alter und an allen Stellen auftreten können.

DYNAMISCHE INSUFFIZIENZ (oder Hochvolumeninsuffizienz): Das lymphatische System arbeitet, aber es muss eine über seine Transportfähigkeit hinausgehende Eiweißladung bewältigen.

MECHANISCHE INSUFFIZIENZ  (oder Niedrigvolumeninsuffizienz): ist durch primäre oder sekundäre Störungen bedingt, die eine normale Eiweißladung aufweisen.

HYPERPLASIE: fortschreitender biologischer Prozess, der aufgrund der Zunahme der Zellanzahl eines Organs oder eines Gewebes zu einer Vergrößerung des Organs bzw. des Gewebes führt.

HYPERTROPHIE: Zunahme des Volumens der Zellen, die ein Gewebe oder ein Organ bilden. Hier ändert sich nicht die Zellanzahl des jeweiligen Gewebes oder Organs, sondern die einzelnen Zellen vergrößern sich.

CHRONISCHE HYPODERMITIS (oder hypostatische Dermatitis): Dieser Begriff umfasst sämtliche Hautläsionen (braune Dermatitis, Hypodermitis, variköse Ekzeme), die durch den Venenstau bedingt sind, der die Entzündung der Unterhaut verursacht.

LYMPHE: durchsichtige Flüssigkeit, die Wasser, Eiweiß, Salze, Traubenzucker der verschiedenen Gewebe zum Blutkreislauf enthält.

LYMPHKNOTEN: auf den gesamten Organismus verteilte kleine Organe, die der Bekämpfung von Entzündungen dienende Zellen enthalten. Die Lymphflüssigkeit gelangt durch die Lymphgefäße in die Lymphknoten, wird dort chemisch verändert und kehrt in das lymphatische System zurück.

LIPÖDEM: genetische chronische Störung der Fettverteilung im Bereich der Oberschenkel, der Beine und des Beckens.

ELEFANTENHAUT: übermäßige Verdickung der Haut, die runzelig aussieht, mit großen Falten, ähnlich der Haut eines Elefanten.

SKLEROTISCH-INDUKTIVE ELEFANTENHAUTBILDUNG: Entzündungsprozess der verdickten (hypertrophischen) Haut in allen ihren Schichten, mit fibröser Hyperplasie in den Zwischenräumen.

LYMPHGEFÄSSE: sind sehr feine Gefäße, durch welche die Lymphe fließt. Der Druck der umliegenden Organe begünstigt den Lymphfluss.

LYMPHSTATISCHE WARZENBILDUNG: Hyperplasie der Epidermis, verursacht durch eine Druckzunahme der Interstitialflüssigkeit der Haut.

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